Rettungshundeausbildung ist weder ein Spaß noch eine andere Art des Hundesports. Die Arbeit als Rettungshundeteam bedeutet, jederzeit einsatzbereit zur Rettung eines Menschen zu sein und trotzdem keine Bezahlung zu erhalten.

Bei der Rettungshundearbeit sollte sich jeder im Klaren darüber sein,

- dass jeder Rettungshundeführer eine große Verantwortung für Mitmenschen übernimmt
- dass man bei einer misslungen Rettungsaktion evtl. zur Rechenschaft gezogen und
- dass bei einem Rettungseinsatz der eigene Hund in große Gefahr gebracht werden kann

Laut Aussagen der DLRG, der Rettungshundestaffel Augsburg sowie diverser Ausbilder in der Rettungshundearbeit können Ertrinkende (selbst Kinder) die in Panik geraten, sehr große Kräfte entwickeln und sich an den Hund klammern, so dass dieser nicht mehr schwimmen kann und dadurch beide ertrinken.

Leider beherrschen unsere Hunde den Befreiungsgriff, der von menschlichen Rettungsschwimmern in Notsituation angewandt wird um, einen in Panik geratenen Ertrinkenden ruhig zu stellen, noch nicht.

Deshalb werden Hunde in der Wasserrettungsarbeit nur mit einem Rettungsschwimmer zusammen zu einem Ertrinkenden geschickt, um den Rettungsschwimmer zu unterstützen, aber niemals allein, um selbständig einen Menschen zu bergen.

Vielen ist nicht bekannt, dass auch ein Hund – meistens durch Überforderung des Hundeführers - ertrinken bzw. in Lebensgefahr geraten kann.
Anerkannte Rettungshunde werden nicht nur in der Wasserrettung sondern auch in der Trümmer und Flächenarbeit ausgebildet. Diese Ausbildung ist sehr zeit- und kostenintensiv und dauert ca. 2 Jahre je nach Hund. Der Rettungshundeführer muss eine gute Kondition und keine körperlichen Gebrechen haben, ebenso muss der Hund gesund, lernwillig und von guter Kondition sein. Die Ausbildung eines Rettungshundes sollte sehr früh unter kynologisch artgerechter Erziehung und Ausbildung stattfinden. Das Training für Trümmer und Fläche findet meistens zwei Mal pro Woche bei jeder Witterung statt. Zusätzlich kommt noch das Training für die Wasserarbeit, Rettungsschwimmer- und Erste Hilfe-Kurse die auch regelmäßig vom Rettungshundeführer trainiert bzw. aufgefrischt werden sollten. Der Rettungshund muss sich einer jährlichen Prüfung unterziehen und nur bei bestandener Prüfung bleibt er ein einsatzfähiger Rettungshund. Auskünfte können bei jeder zuständigen Rettungshundestaffel eingeholt werden.

Bei ernsthaftem Interesse an der Wasserrettungsarbeit gibt es die Möglichkeit, sich einer geeigneten Rettungshundestaffel – was ich nur empfehlen kann – anzuschließen und Ihren Hund zum Wasserrettungshund auszubilden.

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